Am vergangenen Wochenende fand bei unserer Feuerwehrjugend die alljährliche 24-Stunden-Übung statt. Ziel dieser besonderen Ausbildung ist es, den Jugendlichen einen realitätsnahen Einblick in den Alltag einer Berufsfeuerwehr zu ermöglichen. Gleichzeitig standen praktische Übungen sowie die Stärkung der Teamarbeit im Mittelpunkt.
Eindrücke und Abläufe
Für unsere Jugendfeuerwehr begann das Wochenende bereits am Freitag, den 17.04.2026, mit einem gemeinsamen Kameradschaftsabend. Nach der Begrüßung durch die Feuerwehrführung standen zunächst verschiedene Gemeinschaftsspiele auf dem Programm. Anschließend ließ man den Abend bei einem gemeinsamen Essen und etwas Freizeit in geselliger Runde ausklingen

Am Samstagmorgen startete um 08:00 Uhr die eigentliche 24-Stunden-Übung. Bereits um 08:20 Uhr erfolgte die erste Alarmierung mit dem Stichwort „THL P Strom – Stromunfall, Freileitung abgerissen“. Angenommen wurde eine beschädigte Freileitung mit einer verletzten Person im Gefahrenbereich. Aufgrund des sogenannten Spannungstrichters konnte der Bereich erst nach Abschaltung der Leitung sicher betreten werden.
Um 10:30 Uhr folgte die nächste Einsatzübung: Auf einer Baustelle war es zu einem Unfall mit einem Betonring und einem Bagger gekommen. Eine Person war unter dem Betonring eingeklemmt, während eine weitere Person – der Baggerfahrer – betreut werden musste. Zur Rettung der eingeklemmten Person kamen Hebekissen zum Einsatz, unterstützt durch die aktive Wehr.
Nach dem Mittagessen wurde die Jugendfeuerwehr um 13:30 Uhr erneut alarmiert. Gemeinsam mit der Feuerwehr Fischbach galt es, einen angenommenen Waldbrand zu bekämpfen. Durch die gute Zusammenarbeit konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.






Im Anschluss verbrachten die beiden Jugendfeuerwehren einen gemeinsamen Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und kameradschaftlichem Austausch. Um 16:50 Uhr wurden sie erneut alarmiert – diesmal zu einer Personensuche im Waldgebiet zwischen Steinberg und Reuting. Zwei vermisste Personen konnten zügig aufgefunden werden, sodass im Anschluss das gemeinsame Abendessen stattfinden konnte.
Am Abend um 20:40 Uhr folgte die nächste Alarmierung: Ein Verkehrsunfall mit E-Call am Steinberger See wurde gemeldet, stellte sich jedoch glücklicherweise als Fehlalarm heraus. Auf dem Rückweg wurde das Löschfahrzeug direkt zur nächsten Übung weiteralarmiert. Am Knappenseerundweg war eine Person abgestürzt und musste über einen Hang gerettet werden.
Nach einer erholsamen Nacht wurden die Jugendlichen um 07:00 Uhr durch die Pager geweckt. In der siebten und letzten Übung galt es, einen kleineren Brand im Freien zu löschen.




Nach insgesamt 24 Stunden voller spannender und lehrreicher Einsätze endete die Übung am Sonntagvormittag. Nach dem Reinigen, Aufrüsten und Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wurde die Veranstaltung um 10:00 Uhr offiziell beendet.
Ein herzliches Dankeschön
Zum Abschluss möchten wir uns bei allen Beteiligten bedanken:
- Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr Fischbach für die Organisation der Waldbrandübung sowie die hervorragende Zusammenarbeit.
- Ebenso bedanken wir uns bei der Firma Feuerwehrstore für das kostenfreie Zurverfügungstellen der Jugendfeuerwehr-Pager.
- Nicht zuletzt gilt unser Dank allen Helfern, Unterstützern, Gönnern sowie dem Feuerwehrverein, die diese 24-Stunden-Übung ermöglicht haben.
Für unsere Jugendfeuerwehr steht bereits die nächste Veranstaltung in den Startlöchern – bleibt also gespannt!